
Smart & effizient
Wohnen mit Zukunft
Smart Home und energieeffizientes Bauen
Ein energieeffizientes Zuhause zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es wenig Strom und Heizenergie verbraucht. Neben der Bauweise und den Energiequellen tragen auch intelligente Technologien erheblich zur Energieeffizienz des Eigenheims bei: Smart-Home-Systeme optimieren den Verbrauch, indem sie wichtige Komponenten wie Heizung, Beleuchtung und Co. intelligent steuern. So decken sie Einsparpotenziale auf – sowohl energetisch als auch finanziell – und steigern ganz nebenbei auch den Wohnkomfort. Moderne Musterhäuser sind heutzutage daher oft Effizienzhaus und Smart Home in einem. Aber auch im Zuge einer Sanierung oder Renovierung lassen sich Smart-Home-Komponenten nachrüsten, um Häuser und Wohnungen zu modernisieren und effizienter zu gestalten.
Was bedeutet energieeffizientes Bauen?
Energieeffizient zu bauen oder zu sanieren, bedeutet, ein Haus so zu planen, dass der Verbrauch an Heizenergie und Strom möglichst gering ausfällt – sowohl während des Baus als auch während der Nutzung. Dafür bedarf es mehrerer Faktoren:
- Hochwertige Dämmung: Eine massive Bauweise, eine gute Wärmedämmung sowie eine wind- und luftdichte Gebäudehülle reduzieren den Energie- bzw. Wärmeverlust und senken damit auch den Heizbedarf.
- Moderne Heizung: Sparsame Heizsysteme nutzen Energie effizient, beispielsweise mithilfe von Technologien wie Solarthermie oder Wärmepumpen. So bleibt der Energieverbrauch überschaubar – und kommt ohne fossile Rohstoffe aus.
- Erneuerbare Energien: Auch bei der Stromversorgung verzichten energieeffiziente Bauten auf fossile Energien. Stattdessen kommt grüner Strom zum Einsatz. Photovoltaikanlagen und Co. sichern die nachhaltige Versorgung mit erneuerbaren Energien.
Auch wenn sie zunächst mit Arbeit und einigen Investitionen einhergeht: Auf lange Sicht schont die energieeffiziente Gestaltung des Eigenheims durchaus den Geldbeutel. Und: Sie ist gut fürs Klima. Um Anreize für die Energieeinsparung zu schaffen, unterstützt die Bundesregierung entsprechende Maßnahmen mit Fördergeldern – zum Beispiel über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Darüber hinaus gibt es verschiedene Energiestandards, wie den Effizienzhaus-Standard, die genaue Anforderungen definieren.
Smart Home: Energie sparen mit intelligenten Systemen
Beim energieeffizienten Bauen und Sanieren dreht es sich in erster Linie um Baumaterialien und -techniken, Versorgungsanlagen und Stromquellen sowie die Architektur und Substanz einer Immobilie. Aber auch darüber hinaus lassen sich Einspar-Maßnahmen ergreifen – zum Beispiel durch Smart-Home-Technologien.
Mithilfe intelligenter Sensoren und Steuerungen können Bewohner Heizung, Beleuchtung, Beschattung und Co. effizient managen und automatisieren:
- Eine intelligente Heizungssteuerung sorgt dafür, dass die Temperatur sich automatisch an die Raumnutzung anpasst – so wird beispielsweise nur geheizt, wenn sich jemand im Raum befindet, das Fenster geschlossen ist und die Innentemperatur eine zuvor festgelegte Gradzahl nicht übersteigt.
- Ein smartes Lichtkonzept arbeitet mit Bewegungsmeldern und individuellen Zeitplänen. So wird das Licht beispielsweise nur dann eingeschaltet, wenn es auch tatsächlich benötigt wird. Auch das Ausschalten läuft automatisiert, was ebenfalls zur Energieeinsparung beiträgt.
- Eine intelligente Beschattung durch automatisiert gesteuerte Rolllädenkann zusätzlich zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen: Sowohl Wärmeverluste im Winter als auch eine potenzielle Überhitzung im Sommer lassen sich dadurch vermeiden. Neben der Wärmezufuhr beeinflusst die Automatisierung von Rollläden außerdem das Sicherheitsempfinden.
Sicherheit im Smart Home
Apropos Sicherheit: Auch hier bieten Smart Homes viel Potenzial. Neben dem Komfort und der Energieeffizienz zählt die Sicherheit zu den wichtigsten Einsatzgebieten von Smart-Home-Technologien. Dabei gibt es zahlreiche Komponenten, die sich ins Smart Home integrieren lassen, um das eigene Zuhause sicherer zu gestalten und für die verschiedensten Szenarien zu wappnen, darunter beispielsweise:
- Kamerasysteme
- Alarmsystemen
- Bewegungsmelder
- Kontaktsensoren für Türen und Fenster
Idealerweise werden entsprechende Technologien schon bei der Bauplanung mitgedacht und von vornherein integriert. Trotzdem können intelligente Systeme auch nachgerüstet oder schrittweise implementiert werden, um Bestandsbauten sicherer zu machen.
Wichtig: Um die Sicherheit im Smart Home auch über den Einbruchsschutz bzw. die IoT-Geräte hinaus zu gewährleisten, ist vor allem die sichere Einrichtung und stetige Aktualisierung der Software- und Hardware-Komponenten wichtig.
Die Wahl des richtigen Smart-Home-Systems
Für Eigenheimbesitzer, denen Wohnkomfort und Energieeffizienz am Herzen liegen, bieten Smart-Home-Technologien viele Möglichkeiten. Dabei ist die Auswahl groß. Vor der Installation sollten Sie sich also mit einer Reihe von Fragen auseinandersetzen:
- Welche Technologien gibt es und was lässt sich im Smart Home alles automatisieren?
- Welche Mittel habe ich und welches Smart-Home-System passt am besten zu meinen Bedürfnissen?
Kabelgebunden oder funkgesteuert?
Gemeinhin lassen sich zwei Arten von Smart-Home-Architekturen unterscheiden: kabelgebundene Systeme und Funksysteme:
- Kabelgebundene Systeme gelten als besonders zuverlässig und eignen sich vor allem für Neubauten. Somit sind sie die ideale Wahl für Bauherren, die energieeffizient bauen und das Smart Home dabei direkt integrieren wollen.
- Funkgesteuerte Smart-Home-Systeme lassen sich auch nachträglich einfach installieren und sind daher vor allem für Bestandsgebäude sowie auch für Mietobjekte eine gute Option.
Offen oder geschlossen?
Darüber hinaus unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Systemen:
- Offene Systeme bieten dabei die Möglichkeit, Komponenten verschiedener Hersteller zu kombinieren.
- Geschlossene Systeme sind nur mit Geräten aus dem eigenen Kosmos kompatibel, verfügen dafür aber oft über höhere Sicherheitsstandards und lassen sich nahtlos miteinander verknüpfen.
Das richtige System fürs eigene Zuhause finden
Um das eigene Zuhause in ein Smart Home zu verwandeln, das passgenau auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist, lohnt es sich, zunächst alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und dann strategisch zu entscheiden:
- Welches Ziel verfolgt das Smart Home?
- Welche Funktionen sind dafür unverzichtbar?
- Welches System eignet sich für das eigene Zuhause?
- Wie soll das Smart Home gesteuert werden?
Tipp: Neben Gesprächen mit Fachleuten und Smart-Home-Besitzern kann auch die Besichtigung von Musterhäusern hilfreich sein, die mit verschiedenen smarten Komponenten ausgestattet sind.
Fazit: Smart Home – intelligent und energieeffizient
Wer sich heute den Traum vom Eigenheim erfüllt, kommt um energieeffizientes Bauen kaum herum: Denn ein niedriger Energieverbrauch ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern geht auf lange Sicht auch mit finanziellen Einsparungen einher – und wird zudem durch Fördergelder bezuschusst. Mit smarten Technologien lässt sich die Energieeffizienz des Eigenheims noch weiter verbessern. Ganz nebenbei sorgen Smart-Home-Systeme für mehr Wohnkomfortund Sicherheit im eigenen Zuhause. Damit sind sie längst mehr als nur ein Trendphänomen und haben durchaus Zukunftspotenzial.


