
Es geht
immer
gemütlicher
12 Tipps für maximal komfortables Wohnen
Es gibt unzählige Möglichkeiten, um sein Haus zu gestalten und einzurichten. Wenn jedoch der Gemütlichkeitsfaktor an erster Stelle stehen soll, ist es nötig, ein gutes Stück fokussierter vorzugehen. Doch es lohnt sich, denn es winkt ein Zuhause, das so komfortabel und ansprechend ist, dass man es an manchen Tagen vielleicht gar nicht mehr verlassen möchte. 12 Tipps, um eine solche Gemütlichkeit umzusetzen, zeigen wir Ihnen hier.
1. Veranda statt klassischer Terrasse
Was gemütliches Wohnen anbelangt, dürften die US-Amerikaner die heimlichen Weltmeister sein. Nicht alles davon lässt sich in Deutschland beschaffen oder umsetzen. Wenn es jedoch um die sogenannte Veranda („porch“) geht, sollten gemütlichkeitsorientierte Bauherrn definitiv einen Blick über den großen Teich wagen. Doch was ist der Unterschied zwischen einer solchen Veranda und einer Terrasse hiesiger Prägung?
- Die Veranda befindet sich meist an der Vorderseite des Hauses zur Straße hin, während die Terrasse eher davon abgewandt ist – allerdings kann eine deutsche Veranda auch nach hinten weisen.
- Die Veranda ist grundsätzlich vollständig überdacht und das Dach gehört architektonisch-stilistisch zum Haus. Es kragt also hervor und ruht meist auf verhältnismäßig dicken Säulen.
- Selbst, wenn es nur eine oder zwei Treppenstufen sind, die Veranda ist stets gegenüber dem Erdniveau etwas erhöht.
Prinzipiell funktioniert eine solche Veranda mit jedem Baustil. Insbesondere „wirkt“ sie jedoch hervorragend in Kombination mit dem Blockhausbau. Doch was macht diesen Outdoor-Wohnraum so gemütlich?
Es ist die Kombination aus erhöhtem Sitzen mit dem Dach und seinen Säulen. Das wirkt ein wenig so, als würde man sich innerhalb des Hauses befinden, hat aber gleichzeitig einen besseren Überblick und eben Frischluft. Viele Amerikaner ergänzen die Veranda um einen Deckenventilator und eine deckenmontierte Schaukelbank („porch swing“). Sie ähnelt unserer (allerdings immer freistehenden) Hollywoodschaukel und lässt sich sogar selbst bauen. Dort an lauen Abenden zu sitzen, vielleicht im Schein einiger Kerzen, ist unglaublich gemütlich.
Der angenehme Nebeneffekt: Das vorkragende Dach schattet den Innenraum an heißen Sommertagen bestens ab.
2. Sessel – zumindest als Ergänzung
Die heutigen Couch-Modelle sind besonders gemütlich. Das liegt nicht zuletzt an dem starken Trend zu Sofas mit sehr tiefen Sitzflächen. Normales Sitzen wie auf klassischen Couches ist darauf kaum möglich, denn die Sitzfläche ist länger als die Oberschenkel. Dadurch kann man sich kaum mit dem Rücken anlehnen und gleichzeitig mit den Füßen den Boden berühren.
So sehr diese Sofas eine komfortable Liegeposition fast erzwingen, so unpraktisch können sie dadurch in manchen Situationen sein. Etwa, wenn man aufrecht sitzend mit dem Handy spielen oder ein Buch lesen möchte. Ebenfalls nicht ganz vorteilhaft ist es für all jene, die am Wohnzimmertisch speisen wollen.
Es gibt jedoch eine Lösung, die beides vereint: Schlafsessel sind die ideale Kombination aus Sitz- und Schlafgelegenheit. Es gibt sie in verschiedenen, oftmals konfigurierbaren Ausführungen, sodass sie sich in das Gesamtkonzept eines Raumes einfügen. Im „Normalzustand“ sind sie großzügig geschnittene, sehr bequeme Sessel. Perfekt, um darin aufrecht, aber dennoch komfortabel zu sitzen – komfortabler als in vielen eher eng geschnittenen Lesesesseln klassischer Prägung. Der Clou: Mit nur wenigen Handgriffen lassen die Schlafsessel sich zu einer Liege ausklappen, die sogar als vollwertiges Bett taugt. Besonders gemütlich wird es mit einer bereitgehaltenen Decke und einem dicken Kissen.
3. Teppichboden
In den 1970ern und 1980ern ein Renner, waren vollständig mit Teppich ausgelegte Räume hierzulande seitdem regelrecht verschrien:
- Altbacken durch die allgemeine Machart,
- nicht für Allergiker geeignet,
- wahre Staubmagnete und
- insbesondere von Flecken schwierig und generell kaum hygienisch zu reinigen.
So die Vorwürfe. Wer in den vergangenen 20 oder 30 Jahren nach Teppichböden suchte, fand selbst in Fachgeschäften oft nur eine limitierte Auswahl – zudem fast ausschließlich sehr kurzflorige Teppiche.
So viel bereits vorweg: Insbesondere mit heutiger Technik sind Teppiche nicht schwieriger zu reinigen und weniger hygienisch als jedes andere Fußbodenmaterial. Zudem erzwingen die Böden es regelrecht, sie nicht mit Straßenschuhen zu betreten.
Es muss sicherlich nicht das ganze Haus sein. Aber insbesondere in Wohn- und Schlafzimmer kann ein vollständiger Teppichboden für ein großes Gemütlichkeitsplus sorgen.
- Unabhängig von der Witterung, Teppich fühlt sich immer inhärent warm an.
- Praktisch kein anderes Fußbodenmaterial ist so weich – und definitiv keines so flauschig.
- Durch seine Struktur ist Teppichboden „verzeihend“, was Staub anbelangt. Man sieht nicht gleich jedes Staubkorn, jede Fluse.
Außerdem lässt diese Form der Gemütlichkeit das eigene Haus nicht zwingend altbacken wirken. Denn derzeit scheint sich ein Revival anzubahnen. Gut möglich also, mit dieser Wahl geradezu zur innenarchitektonischen Avantgarde zu gehören.
4. Dimmschalter und warme Leuchtmittel
Was die Normen anbelangt, so ist die Innenbeleuchtung regelrecht digital – sie kennt nur die beiden Zustände an und aus. Das genügt, um den Bauordnungen zu entsprechen. Was jedoch beispielsweise ideal ist, um das Wohnzimmer taghell auszuleuchten, um es gründlich reinigen zu können, kann in vielen anderen Nutzungsszenarien viel zu grell sein.
Wer es im ganzen Haus und sogar auf der erwähnten Veranda maximal gemütlich haben möchte, der sollte es anders machen:
- So viele Leuchtmittel wie möglich sollten den Lichtfarbton „Warmweiß“ aufweisen. Das ist ein Bereich bis höchstens 3.000 Kelvin. Diese Leuchten sollten zudem mit Dimmschaltern gekoppelt werden, damit die Helligkeit sich reduzieren lässt. Doch Vorsicht: Nicht alle LED-Leuchtmittel sind automatisch dimmbar. Im Gegensatz zu klassischen Glühlampen wird die Lichtfarbe zudem nicht durch das Dimmen noch wärmer.
- Wer es ganz komplett machen möchte, der nutzt entweder sogenannte „Dim to warm“-Leuchtmittel oder das „Tunable white“-Verfahren. Hierbei lassen sich durch LED-Lampen, die rote, gelbe und grüne Elemente enthalten, dazu spezielle Steuerungen im Vorschaltgerät, stufenlose Farbszenarien kreieren. Dimmt man das Licht, wird es dadurch automatisch noch wärmer.
Wird Beleuchtung indirekt gestaltet, dann lässt sich der Gemütlichkeitsfaktor nochmals verstärken. Was aber zu bedenken ist: Warmes, gedimmtes Licht macht die meisten Menschen erheblich schneller müde, weil es die Ausschüttung von Melatonin im Gehirn anregt.
5. Erdige Naturfarben
Rein theoretisch kann das menschliche Auge 20 Millionen unterschiedliche Farbnuancen wahrnehmen. In der Praxis kann mit heutigen computerbasierten Farbmischsystemen jede davon als Wand- und andere Farbe hergestellt werden. Was jedoch die Empfindung von Farben anbelangt, wirken diese Töne völlig unterschiedlich. Das ist bereits ein Grund, warum die angesprochenen warmweißen Leuchtmittel gemütlicher wirken als solche in Tageslicht- oder Kaltweiß. Bei Ersteren ist der Rot-Anteil deutlich größer, bei Letzteren der Blau-Anteil.
Diese Wirkung erstreckt sich auf jeden einzelnen Farbton. Daher ist beispielsweise ein hellblau gestrichenes Zimmer automatisch kälter als eines mit oranger Farbgebung – egal, wie hoch die reale Raumtemperatur liegt. Doch welche Farbtöne sollten es sein, wenn es um maximale Gemütlichkeit gehen soll?
Hier empfiehlt sich die Palette der sogenannten Naturfarben. Das sind allesamt wenig gesättigte und dadurch eher pastellige Farbtöne. Die Skala reicht von den „unreinen“ Weißtönen Eierschale und Elfenbein über braune bis rote Erdfarben bis hin zu sehr dunklen Blautönen, die ins Schwarz-Violette stechen.
Grundsätzlich empfinden die meisten Menschen die hier möglichen Farbtöne als umso gemütlicher, je dunkler sie ausfallen. Ein großer Vorteil: Da sie als Naturfarben zu einer gemeinsamen Farbpalette gehören, lassen sie sich recht einfach miteinander kombinieren. Die klassische Lehre der Komplementärfarben muss also nicht ganz so streng eingehalten werden, um dennoch einen stimmigen Look zu erhalten.
6. Vermiedene Leerräume
So schick ein minimalistischer Einrichtungsstil auch sein kann, so wenig haben Bauhaus und ähnliche Stile etwas mit klassischer Gemütlichkeit zu tun. Das bedeutet nicht, dass ein gemütliches Zuhause mit Möbeln, Accessoires und Deko regelrecht vollgestopft werden muss. Allerdings sollten Hausbesitzer zu viel Leere vermeiden.
Einige Tipps dazu:
- Sitzmöbel um Kissen und/oder Decken ergänzen.
- Sideboards und ähnliche Schränke stets durch eine kleine daraufgestellte Dekoration optisch aufbrechen.
- Große, leere Wand- und Bodenflächen durch Bilder, Fotos, Möbel, Teppichläufer und dergleichen auffüllen.
- Fenster und Fensterbänke um Vorhänge, Pflanzen und ähnliche Accessoires ergänzen.
Wie gesagt: Das muss nicht viel sein. Denn wo zu große Leere für unser Empfinden zu unpersönlich und steril ist, da wirkt ein überfrachteter Raum rasch chaotisch und unordentlich. Unordnung wiederum verhindert ebenfalls, dass sich ein heimeliges Gefühl einstellt.
7. Kaminofen
Ganz gleich, ob es eine fest in die Gebäudestruktur integrierte Feuerstelle sein soll oder eine, die als aufgestellter Kaminofen eher einem Einrichtungsgegenstand gleicht: Selbst, wenn beides insbesondere durch den nötigen Schornstein den Hausbau verteuern kann, so wirken knisternde Flammen nicht nur bei sehr kalter Witterung auf die meisten Menschen urgemütlich. Zudem strahlt ein Feuer eine als besonders heimelig empfundene Wärme aus.
Wer sich allerdings schon vor dem inneren Auge auf dem Sessel vor dem flackernden offenen Kamin sitzen sieht, der sollte unbedingt die folgenden Details kennen:
- Offene Kamine dürfen seit der 2015 eingeführten zweiten Stufe der Bundes-Immissionsschutz-Verordnung zwar immer noch neu errichtet, aber nur gelegentlich genutzt werden. Hier hat sich seit einem Gerichtsurteil von 1991 ein Wert von maximal 8 Tagen pro Monat für je nicht mehr als 5 Stunden eingebürgert.
- Sofern ein offener Kamin um eine Feuerkammer mit Türen ergänzt wird, gelten automatisch weitergehende Freiheiten. Dann ist er technisch geschlossenen Kaminöfen gleichgestellt.
- Wo ein Kamin zwingend direkt darüber einen Schornstein benötigt, lässt sich ein frei aufstellbarer Kaminofen durch Abgasrohre etwas flexibler handhaben.
Diese Gemütlichkeit muss im Wohn- oder Hobbyzimmer nicht wirklich kostspielig sein. Es genügt bereits ein kleiner, günstiger sogenannter Werkstattofen. Solange das ganze Projekt zusammen mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger abgestimmt wird, ist vieles möglich. Nur eines sollte die Feuerstelle unbedingt haben: Glaseinsätze. Andernfalls fällt der optische Gemütlichkeitsfaktor der Flammen völlig weg.
8. Kleinteiligere Räume
Was für leere Wände und minimalistisch eingerichtete Zimmer gilt, lässt sich so ebenso auf einen größeren architektonischen Maßstab umlegen. Gemeint ist das weiterhin sehr trendige offene Raumkonzept mit wenigen Wänden. Die sich dadurch ergebenden, großflächigeren Räume sind nicht unbedingt weniger gemütlich. Es ist allerdings mit mehr Aufwand verbunden, sie gemütlicher bzw. kleinteiliger zu machen.
Welche Optionen haben angehende Bauherrn und bereits eingezogene Hausbesitzer?
- Falls eine klassischere Bauweise mit durch vollständige Wände abgetrennten Räumen keine Option ist, bietet es sich an, eine etwas gemütlichere Aufteilung durch leicht hervorkragende „Wandstummel“ sowie halbhohe Mauern zu generieren. Das hat nebenbei den Vorteil, dass dadurch mehr Fläche entsteht, an der Schränke und Regale aufgestellt werden können – ein großes Plus für mehr Stauraum und Ordnung.
- Möbel, die sich als Raumteiler nutzen lassen, sind immer eine hervorragende Option zur optischen Unterteilung. Solange dafür beidseitig offene Stücke zum Einsatz kommen, ist die einschränkende Wirkung für die Helligkeit der Räume vernachlässigbar.
- Was speziell das Wohnzimmer anbelangt, können u.a. auch Couches und Sessel eine solche Raumteiler-Funktion einnehmen, wenn sie geschickt platziert werden.
- Eine flexible Möglichkeit besteht darin, an den Decken Gleitschienen für Vorhänge zu installieren. Daran können durchbrochene, bodentiefe Vorhänge befestigt werden. Dadurch lässt sich ebenfalls eine der Helligkeit kaum abträgliche Auftrennung erzielen, die dennoch eine gemütlichere optische Unterteilung ermöglicht – aber bei Bedarf im Handumdrehen beiseitegeschoben werden kann.
9. Keinerlei Bett-Kompromisse
Rein rechnerisch verbringen wir ein Drittel unseres Lebens schlafend. Obwohl manche Experten davon abraten, ist das Schlafzimmer samt Bett für viele weit mehr als ein Ort zum Schlafen. Eines steht dabei definitiv fest: Das Bett ist einer der wichtigsten Bereiche des ganzen Hauses in Sachen Gemütlichkeit. Ganz besonders, wer es nicht wirklich nur zum Schlafen nutzen will, sollte deshalb darüber nachdenken, mehr zu tun. Dabei helfen beispielsweise folgende Ansätze:
- Beim Bett ist Größe definitiv mit Gemütlichkeit verbunden. Speziell, wenn es beispielsweise auch als Rückzugsort dienen soll, um gemeinsam verregnete Tage mit Fernsehen und anderen Zeitvertreiben zu verbringen. Wer das Bett zu zweit nutzen will, sollte daher eine Gesamtbreite von 180 Zentimetern nicht unterschreiten. 200 Zentimeter sind besser, 220 Zentimeter sind optimal – allerdings ist diese Breite hierzulande eher selten zu finden.
- Was die Bauweise anbelangt, so gilt das Boxspring-Bett als gemütlichste Wahl, wenn es um vielfältige Verfügbarkeit geht. Echte Kenner schwören allerdings nach wie vor auf Himmelbetten, weil sich dadurch ein kleinerer Raum herstellen lässt. Durch Elemente wie hölzerne Säulen und Vorhänge ließe sich sogar beides kombinieren.
- Gerade, wenn es um eine Nutzung abseits des Schlafens geht, dürfen es deutlich mehr Kissen sein. Ebenso hilft eine integrierte Rückwand (gerne mit Kopfstützen) dabei, die Schlafstätte für gemütliche Stunden als Couch im Großformat zu nutzen.
Natürlich müssen Bequemlichkeit und Gemütlichkeit Hand in Hand gehen. Daher sollte das Bett unbedingt mit einer zum Körpergewicht und zur üblichen Schlafposition passenden Matratzen ausgestattet sein.
10. Sitzfensterbänke
Gibt es außerhalb des Hauses eine Blickachse, die in einen schönen Garten oder allgemein in die Natur führt? In dem Fall sollten schon Bauherrn überlegen, das dort einzubauende Fenster anders auszuführen. Genauer gesagt: näher an den Boden heranreichend.
Hier ist nach Rücksprache mit dem Planer vieles möglich. Das Ziel ist ebenfalls enorm gemütlich. Denn innen wird eine Sitzfensterbank errichtet. Also nicht das übliche schmale Element, sondern eines, das durch seine Gestaltung ermöglicht, sich darauf zu setzen. Einmal mehr handelt es sich hier um eine Lösung, die Selbermacher erfreuen dürfte. Eine solche Sitzfensterbank ist als Mischung aus Sideboard und Chaiselongue hervorragend dazu geeignet, um aus Holzwerkstoffen in Eigenregie gebaut zu werden.
Dort auf Kissen zu sitzen, vielleicht bei einem schönen Tee und mit einem guten Buch, ist ungeachtet des draußen herrschenden Wetters eine sehr komfortable Erfahrung. Gleichsam ist es mit eine der charmantesten Lösungen, um sich im Haus eine Mini-Bibliothek zu erschaffen, indem das Umfeld mit einem Bücherschrank oder -regal kombiniert wird.
11. Badewanne mit Zusatzfunktionen
Jeder, der es schon einmal gemacht hat, wird es bestätigen können: Sich an einem ungemütlichen Herbstnachmittag in eine mollig warme Badewanne zurückziehen zu können, ist zweifelsohne selbst dann ein Gemütlichkeits-Highlight, wenn die Wanne nichts anderes kann als das warme Wasser zu halten.
Allerdings sollten besonders Bauherrn und Renovierer eines bedenken: Die Preise für Badewannen mit Zusatzfunktionen sind erheblich gesunken, während sich die Auswahl und Vielfalt vergrößert hat. Selbst bei Standardmaßen und -formen ist es heute einfach geworden, beispielsweise die so beliebte Jacuzzi-Funktion zu erhalten – also je nach Herangehensweise entweder kräftige Wasserstrahlen oder eingeblasene Luft.
Kombiniert mit einem allgemein gemütlichen Badezimmer-Ambiente, wird der Raum zu einem Ort, der für viel mehr als nur die praktische Körperhygiene gut ist. Warmes Wasser, besonders mit Massage-Funktion, kann beispielsweise bei Rückenschmerzen wahre Wunder wirken.
12. Unsichtbare Technik
Modernes Wohnen bedingt jede Menge Technik. Wie bereits mehrfach angesprochen, kann Technik zweifelsohne einiges zu einem besonders gemütlichen Zuhause beitragen. Allerdings kommt es hier sehr darauf an, um welche Technik bzw. technische Optik es sich handelt.
Beispielsweise dürften nur wenige ein Badezimmer als gemütlich empfinden, in dem sich viele Dinge aus Chrom oder Edelstahl befinden. Dazu wirken solche Materialein schlichtweg zu technisch auf uns. Ebenfalls mag der WLAN-Router unter anderem ein Schlüsselelement sein, um eine gemütliche Lichtsteuerung aufzubauen. Er selbst ist jedoch kein optisches Highlight.
Hinzu kommt: Unsere Umwelt ist seit gerade einmal zirka 200 Jahren umfassend technisiert. Aus evolutionärer Sicht ist das ein sehr kurzer Zeitraum. Zu viel sichtbare Technik ist deshalb nichts, was zu unserer natürlichen Umgebung gehört, und lässt daher kein Gefühl von heimeliger Gemütlichkeit aufkommen.
Was also tun? Vor allem geht es darum, Technik weniger sichtbar bzw. sie weniger technisch aussehen zu lassen. Zum Beispiel kann eine simple Tischleuchte entweder aus Metallstreben mit vielen Einstellmöglichkeiten bestehen oder einen hölzernen Fuß und einen runden Stoff-Lampenschirm haben. Es steht wohl außer Frage, welche Option gemütlicher wirkt.
Vieles im Haus lässt sich nach diesen Grundgedanken gestalten. Das gilt selbst für den WLAN-Router. Er kann problemlos hinter einer hölzernen Verkleidung verschwinden, ohne dass die hochfrequenten Funkwellen dadurch gestört werden.


