Umzug ins neue Haus: Die große Checkliste für einen entspannten Start ins Eigenheim

Junges Paar trägt gemeinsam einen Umzugskarton in das neue Zuhause

Kisten packen. Neues Zuhause beziehen. Gemeinsam ankommen.

Der Umzug ins eigene Haus ist ein besonderer Moment – organisatorisch gibt es jedoch einiges zu beachten. Unsere Checkliste begleitet Sie von der Hausabnahme über Verträge und Ummeldungen bis zum Umzugstag und den ersten Wochen im neuen Zuhause.

Von der Hausübergabe bis zur ersten Nacht im neuen Zuhause

Nach Monaten des Planens, der Baustellentermine, Bemusterungen und der Vorfreude ist der große Moment endlich da: Der Umzug ins eigene Haus steht bevor. Vielleicht riecht es noch nach frischer Farbe, die Küche glänzt nagelneu und im Garten wartet die erste Blumenwiese. Doch bevor das neue Zuhause zum Lebensmittelpunkt wird, gilt es, den Umzug gut zu organisieren. Diese Seite ist mehr als eine To‑do‑Liste – sie soll Sie wie ein persönlicher Begleiter durch die letzten Wochen vor dem Einzug führen.

Wann sollte die Umzugsplanung beginnen?

Der Umzug ins neue Haus sollte nicht überstürzt werden. Expert*innen empfehlen, etwa drei Monate vor dem geplanten Einzug mit der Planung zu beginnen. Zwei bis drei Monate vorher können wichtige Entscheidungen wie die Wahl des Umzugsunternehmens, der Abschluss der Nachsendeaufträge und das Beantragen von Halteverbotszonen getroffen werden. Vier Wochen sind das Minimum, wenn man den Umzug in Eigenregie plant.

Ein guter Start umfasst mehrere Bausteine:

  • Bauabnahme rechtzeitig durchführen: Die offizielle Abnahme ist ein wichtiger Schritt, denn mit der Unterzeichnung gehen Rechte und Pflichten an die Bauherrschaft über. Akzeptieren Sie das Haus nur, wenn alle Mängel behoben sind. Eine Vorab‑Besichtigung mit einem unabhängigen Sachverständigen hilft, Fehler rechtzeitig zu erkennen.
  • Frühzeitig Verträge prüfen: Strom- und Gasversorger sollten mindestens sechs Wochen vor dem Umzug informiert oder gewechselt werden, um automatische teure Grundversorgungstarife zu vermeiden. Auch Internet- und Telefonanbieter sollten drei Wochen vor dem Umzug kontaktiert werden; falls am neuen Wohnort keine Leistung verfügbar ist, besteht ein Sonderkündigungsrecht mit einem Monat Frist.
  • Nachsendeauftrag beauftragen: Die Deutsche Post leitet Ihre Briefe und Pakete für sechs oder zwölf Monate an die neue Adresse weiter. Der Auftrag sollte zwei bis drei Wochen vor dem Umzug eingerichtet werden.
  • Ausmisten und einpacken: Bereits zwei Monate vor dem Umzug lohnt es sich, Keller und Dachboden zu entrümpeln. Spenden, verschenken oder verkaufen Sie, was nicht ins neue Haus zieht – das spart Transportvolumen und Kosten.

Die letzten Wochen vor dem Umzug

Zeitplan und Prioritäten

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben in den letzten acht Wochen vor dem Umzug. Jede Familie ist anders – passen Sie die Aufgaben an Ihre Situation an.

Zeitraum

Wichtige Aufgaben

8–6 Wochen vor dem Umzug

Mietvertrag kündigen, Kinderbetreuung und Tierbetreuung organisieren, Umzugsunternehmen vergleichen oder Helfer und Transporter sichern, Termine mit Handwerkern (Maler, Bodenleger, Küche) planen, Strom‑/Gas‑/Wasser‑ und Internetanbieter informieren, Wohnsitz‑Anmeldungstermin vereinbaren, Ausmisten beginnen

6–4 Wochen vor dem Umzug

Nachsendeauftrag bei der Post einrichten, Halteverbotszone beantragen, Versicherungen prüfen (Hausrat, Haftpflicht, Wohngebäude), Renovierungsarbeiten abschließen, neuen Strom- oder Gastarif abschließen, Bestellung der Küche abschließen, Grundriss planen und Möbel vermessen

4 Wochen vor dem Umzug

Kartons und Verpackungsmaterial besorgen, Zimmer für Zimmer packen und Kartons beschriften, alte Verträge kündigen oder ummelden (Zeitungen, Vereine, Fitnessstudio), Kinder und Haustiere auf den Umzug vorbereiten, ggf. Urlaubstage beantragen

2 Wochen vor dem Umzug

Lebensmittelvorräte aufbrauchen und Kühlschrank abtauen, Werkzeugkoffer bereitstellen, Werkzeug, Lampen und Dekoration sicher verpacken, letzte Renovierungen abschließen, Nachbarn über den Umzug informieren, neue Adresse an Behörden und Banken übermitteln, Ausweise und Fahrzeugpapiere für die Adressänderung zusammenstellen

1 Woche vor dem Umzug

Notfallkiste mit wichtigen Dokumenten, Medikamenten, Kleidung und Snacks packen, Übergabeprotokoll für die alte Wohnung vorbereiten, Umzugstag strukturieren (Wer kommt wann? Welche Möbel zuerst?), Parkplätze für den Lkw reservieren, Kinderzimmer für den schnellen Aufbau planen

Umzugstag

Früh starten, Helfer einweisen, Zählerstände in alter und neuer Wohnung ablesen und dokumentieren, Möbel nach Plan aufstellen, Böden schützen, ausreichend Getränke und Snacks bereitstellen, alte Wohnung besenrein übergeben

Nach dem Umzug (1.–2. Woche)

Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anmelden – in Niedersachsen gilt eine Frist von zwei Wochen; in Verden muss die Anmeldung binnen zwei Wochen erfolgen und die Meldebehörde weist auf die Pflicht hin, sich innerhalb einer Woche gemäß Niedersächsischem Meldegesetz zu melden; in Diepholz gilt die Meldepflicht ebenfalls innerhalb von zwei Wochen und bei Nebenwohnungen; Wohnungsgeberbestätigung mitbringen. Mülltonnen bestellen und Abfallkalender prüfen, Strom‑/Gaszähler ablesen und Vertragswechsel bestätigen, Internetanschluss testen, Ausweise und Kfz‑Unterlagen ändern, Ärzte, Vereine, Schulen informieren, Rauchmelder installieren, Nachbarn kennenlernen und Einzugsfeier planen

 

Übergabetermine und Hausabnahme

Vor der Schlüsselübergabe sollte eine Bauabnahme stattfinden. Akzeptieren Sie das Haus erst, wenn alle im Protokoll festgehaltenen Mängel behoben sind. Auch wenn der Baubetreuer unter Druck setzt: Die Unterschrift löst den Beginn der Gewährleistungsfrist aus – wer zu früh unterschreibt, verzichtet auf Ansprüche. Eine Vorab‑Begehung mit einem unabhängigen Bausachverständigen wird empfohlen. Beachten Sie, dass das reine Einziehen juristisch als Abnahme gilt.

Möbelplanung und Küche

Vermessen Sie die Räume und planen Sie die Möbel frühzeitig. Die Küche benötigt Lieferzeiten; bestellen Sie sie mindestens drei Monate vor dem Umzug. Berücksichtigen Sie Strom- und Wasseranschlüsse und lassen Sie die Küche durch Fachleute montieren. Für Fenster und Türen sollten Gardinen oder Plissees rechtzeitig bestellt werden.

Internet‑ und Telefonanschluss

Der Anbieter muss den vertraglich zugesicherten Internet‑Tarif am neuen Wohnort bereitstellen. Wenn die Leistung am neuen Standort nicht verfügbar ist, haben Kund*innen ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat. Planen Sie einen Wechsel drei Wochen vor dem Umzug und achten Sie auf mögliche Umzugskosten, die aber nicht zu einem neuen 24‑Monate‑Vertrag führen dürfen. Die Rufnummer kann behalten werden, sofern die Vorwahl gleich bleibt.

Gewährleistung und Garantien ansehen

Umzugsunternehmen oder selbst umziehen?

Der Umzug in Eigenregie spart Geld und bietet maximale Kontrolle. Sie entscheiden selbst über den Ablauf und können flexibel umpacken. Allerdings brauchen Sie ausreichend Helfer*innen, ein geeignetes Fahrzeug und professionelle Ausrüstung; fehlende Erfahrung erhöht das Risiko für Schäden. 

Ein professionelles Umzugsunternehmen übernimmt Planung, Möbelmontage, Transport, Versicherungen und auf Wunsch auch das Ein- und Auspacken. Das spart Zeit und Nerven, hat aber seinen Preis. Gerade bei langen Strecken oder sperrigen Möbeln sind Profis eine große Hilfe. Vergleichen Sie Angebote und achten Sie auf Versicherungsleistungen, Referenzen und die Möglichkeit, Halteverbotszonen zu beantragen.

Die große Checkliste

Vor dem Umzug

  • Adressänderungen vorbereiten: Sammeln Sie alle Vertragspartner (Versicherungen, Banken, Arbeitgeber, Kindergarten, Schule, Krankenkasse, Vereine, Lieferdienste) und informieren Sie sie rechtzeitig über die neue Adresse. So vermeiden Sie verpasste Rechnungen oder Mahnungen.
  • Nachsendeauftrag der Deutschen Post: Der Dienst leitet für sechs oder zwölf Monate alle Briefe und Pakete weiter – ideal, wenn Sie Absender vergessen haben.
  • Strom und Gas wechseln: Kontaktieren Sie Ihren bisherigen Anbieter mindestens sechs Wochen vor dem Umzug, um einen nahtlosen Übergang zu sichern oder zu kündigen. Notieren Sie die Zählerstände bei der Wohnungsübergabe.
  • Internet und Telefon ummelden: Prüfen Sie die Verfügbarkeit am neuen Standort; bei Nichtverfügbarkeit haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.
  • Umzugsunternehmen buchen oder Helfer organisieren: Holzfußboden, Klavier oder antike Möbel erfordern Fachwissen. Private Helfer sollten zeitig eingeplant werden und mit ausreichend Verpflegung versorgt werden.
  • Halteverbotszone beantragen: In vielen Gemeinden muss der Platz vor dem Haus reserviert werden. Beantragen Sie die Zone mindestens drei Wochen vor dem Umzug – das erledigt auf Wunsch auch das Umzugsunternehmen.
  • Renovierungsarbeiten und Reinigungen: Neue Farbe, Bodenbeläge, Bad‑Montagen – koordinieren Sie Termine, damit alles vor dem Einzug fertig ist. Eine gründliche Endreinigung der alten Wohnung ist Voraussetzung für die Rückzahlung der Kaution.
  • Versicherungen überprüfen: Passen Sie Ihre Hausrat‑ und Haftpflichtversicherung dem neuen Wohnort und der Wohnfläche an. Bei einem Haus benötigen Sie zusätzlich eine Wohngebäude‑ und eventuell eine Bauherrenhaftpflichtversicherung.
  • Ausmisten und packen: Alles, was Sie seit Jahren nicht benutzt haben, muss nicht mit umziehen. Packen Sie Raum für Raum und beschriften Sie Kartons mit Inhalt und Zielraum (buntes Klebeband hilft). Nutzen Sie stabile Kartons und achten Sie darauf, schwere Gegenstände nach unten und Leichtes oben zu stapeln.
  • Kinder und Haustiere vorbereiten: Informieren Sie Kinder altersgerecht über den Umzug; zeigen Sie Fotos vom neuen Haus und planen Sie einen Abschiedstag im Kindergarten oder in der Schule. Haustiere sollten sich frühzeitig an Transportboxen gewöhnen und am Umzugstag in einen ruhigen Raum oder bei vertrauten Personen bleiben.

Während des Umzugs

  • Zählerstände notieren: Lesen Sie die Strom‑, Gas‑ und Wasserzähler in der alten und neuen Immobilie ab und dokumentieren Sie sie mit Datum und Unterschrift. Nur so können Sie beweisen, welche Verbräuche Ihnen zugerechnet werden.
  • Wertgegenstände sichern: Bewahren Sie Papiere, Schmuck und Bargeld im Handgepäck auf. Legen Sie eine Notfallkiste mit Werkzeug, Snacks, Handyladekabeln, Medikamenten und Wechselkleidung bereit.
  • Böden und Wände schützen: Pappböden, Filzgleiter und Decken schützen das neue Zuhause vor Kratzern. Beim Transport von schweren Möbeln sollten ausreichend Personen helfen oder ein Möbellift genutzt werden.
  • Organisation vor Ort: Beschriften Sie Türen oder kleben Sie farbige Zettel an die Räume, damit Helfer sofort wissen, wo der Karton hingehört. Achten Sie darauf, dass kein Karton im Weg steht, und sorgen Sie für ausreichend Wasser, Kaffee und Snacks.
  • Kinder und Tiere versorgen: Am Umzugstag sollten Kinder betreut werden, damit sie den Trubel nicht miterleben. Haustiere bleiben am besten bei Freunden oder in einem ruhigen, gut belüfteten Raum.

Nach dem Umzug

  • Wohnsitz anmelden: In Niedersachsen müssen Sie den Wohnsitz innerhalb von zwei Wochen nach Bezug anmelden. In Nienburg gilt für Umzüge innerhalb der Stadt eine Frist von zwei Wochen; in Verden kann ein Bußgeld drohen, wenn die Anmeldung später erfolgt; in Diepholz gilt die Zwei‑Wochen‑Frist ebenfalls. Zur Anmeldung benötigen Sie einen Personalausweis, ggf. Reisepass, und eine Wohnungsgeberbestätigung.
  • Adressänderungen abschließen: Melden Sie die neue Adresse der Bank, der Kranken- und Pflegeversicherung, dem Arbeitgeber, der GEZ (Rundfunkbeitrag) und Vereinen. Passen Sie Ihre Lieferadressen bei Online‑Shops an.
  • Strom, Gas und Wasser anmelden: Teilen Sie die abgelesenen Zählerstände dem Versorger mit und prüfen Sie die Vertragsbestätigung. Nutzen Sie die Gelegenheit, zu einem günstigeren Tarif zu wechseln.
  • Internet und Telefon freischalten: Testen Sie den Anschluss; melden Sie Störungen sofort. Oft dauert die Freischaltung einige Tage.
  • Schulen, Kindergarten und Ämter informieren: Eltern sollten Schulen und Kindergärten über den Umzug informieren, damit Zeugnisse und Briefe an die richtige Adresse gehen. Arbeitgeber und Behörden (z. B. Finanzamt) müssen ebenfalls informiert werden.
  • Sicherheit und Komfort: Installieren Sie Rauchmelder, prüfen Sie die Heizungsanlage, montieren Sie Außenlampen und überprüfen Sie Schlösser und Schlüssel. Richten Sie nach und nach jeden Raum ein – priorisieren Sie Küche, Bad und Kinderzimmer.
  • Nachbarschaft und Feier: Stellen Sie sich bei den Nachbarn vor; oft ergeben sich dadurch Tipps zu Ärzten, Vereinen oder zum Müllabfuhrplan. Feiern Sie Ihren Einzug – das neue Zuhause soll von Beginn an mit schönen Erinnerungen verbunden sein.

Tipps für Familien

Kinder vorbereiten

Ein Umzug bedeutet für Kinder Veränderung und Abschied. Informieren Sie sie früh in einfachen Worten über den Grund des Umzugs, markieren Sie den Umzugstag gemeinsam im Kalender und zählen Sie die Wochen runter. Machen Sie das neue Zuhause greifbar: Zeigen Sie Fotos, besuchen Sie den neuen Spielplatz und lassen Sie die Kleinen den Grundriss bemalen. Binden Sie Kinder beim Einpacken ihres eigenen Kartons ein und richten Sie das Kinderzimmer im neuen Haus als erstes ein. Abschiedsrituale mit Freunden helfen beim Loslassen. Während des Umzugs sollten Kinder von vertrauten Menschen betreut werden und nach dem Umzug brauchen sie Zeit, um sich im neuen Umfeld einzuleben.

Haustiere behutsam umziehen

Tiere spüren Veränderungen früh. Beginnen Sie mindestens vier Wochen vorher damit, Katzen und Hunde an Transportboxen zu gewöhnen – stellen Sie sie ins Wohnzimmer und verbinden Sie sie mit positiven Momenten. Hunde lernen die neue Umgebung am besten bei gemeinsamen Spaziergängen vor dem Umzug kennen. Am Umzugstag richten Sie einen ruhigen Raum mit Futter, Wasser, Spielzeug und einer vertrauten Decke ein. Für Katzen können Pheromonsprays beruhigend wirken. Nach dem Umzug müssen Katzen einige Wochen im Haus bleiben, damit sie nicht versuchen, ins alte Revier zurückzukehren. Registrieren Sie die Tiere am neuen Wohnort und aktualisieren Sie Ihre Daten im Haustierregister.

Häufige Fehler beim Umzug

Viele Probleme lassen sich mit guter Planung vermeiden. Die häufigsten Stolperfallen sind:

  • Zu spät beginnen: Den Umzug erst kurz vor dem Termin zu planen, führt zu Stress, fehlenden Kartons und überhöhten Preisen.
  • Falsch beschriftete Kartons: Unmarkierte Kartons sorgen für Chaos im neuen Haus. Notieren Sie den Raum und den Inhalt; Farben für unterschiedliche Zimmer erleichtern das Sortieren.
  • Unterschätzte Renovierung: Streichen, Bodenbeläge oder Sanitärarbeiten dauern länger als gedacht – planen Sie ausreichend Puffer ein.
  • Halteverbotszone vergessen: Ohne reservierten Platz muss der Umzugswagen weit entfernt parken; das kostet Zeit und Kräfte.
  • Internet und Nachsendeauftrag vergessen: Ohne rechtzeitige Ummeldung gibt es in der neuen Wohnung keinen Anschluss oder wichtige Post bleibt liegen.
  • Zu schwere Kartons: Beladen Sie Umzugskartons maximal mit 20 kg; schwere Bücher gehören in kleine Kisten, damit sie transportiert werden können.
  • Zu wenige Helfer: Ein Umzug in Eigenregie benötigt genügend Helfer*innen – planen Sie lieber mehr Personen ein, um Rücken und Nerven zu schonen.

Regionale Besonderheiten: Nienburg, Verden und Diepholz

Die Contura Bau GmbH begleitet Bauherren in den Landkreisen Nienburg, Verden und Diepholz vom ersten Grundstück bis zum Einzug. Auch beim Umzug gibt es regionale Besonderheiten:

  • Nienburg/Weser: Bei Umzügen innerhalb der Stadt müssen Sie die neue Adresse innerhalb von zwei Wochen melden. Ansprechpartner ist das Stadtkontor am Kirchplatz 4; dort können Sie auch die Wohnungsgeberbestätigung abgeben. Verspätete Meldungen können mit einem Bußgeld geahndet werden.
  • Stadt Verden (Aller): Auch hier gilt die Zwei‑Wochen‑Frist. Laut Bürgerbüro droht bei Überschreitung der Frist ein Bußgeld. Bringen Sie Personalausweis oder Reisepass sowie ggf. Ihr Familienstammbuch mit. Die Meldebehörde weist zudem auf § 9 des Niedersächsischen Meldegesetzes hin, wonach Sie sich innerhalb einer Woche anmelden müssen.
  • Stadt Diepholz: Bei Nebenwohnsitzanmeldungen (und analog bei Hauptwohnsitzen) muss die Anmeldung innerhalb von zwei Wochen nach Bezug erfolgen. Verspätungen sind bußgeldbewährt. Zur Anmeldung bringen Sie Ihren Personalausweis, ggf. Reisepass sowie die Wohnungsgeberbestätigung mit. Die Stadt weist darauf hin, dass der Wohnungsgeber den Einzug schriftlich bestätigen muss und ein Mietvertrag allein nicht ausreicht.

Diese lokalen Fristen gelten zusätzlich zum Bundesmeldegesetz (BMG). Vereinbaren Sie am besten einen Online‑Termin beim Einwohnermeldeamt und bringen Sie alle Unterlagen mit. Beachten Sie, dass die Meldeämter in den Landkreisen zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet sind.

Typische Umzugswege

Die Region zwischen der Weser und dem Dümmer See ist geprägt von ländlichem Raum und kleinen Städten. Viele Familien ziehen von städtischen Gebieten wie Bremen oder Hannover in die Landkreise Nienburg, Verden und Diepholz, um dort ein Einfamilienhaus zu bauen. Die meisten Umzüge sind regionale Umzüge über 20–80 Kilometer – ideal für einen selbst organisierten Transport. Dennoch empfiehlt es sich, ein Umzugsunternehmen zu buchen, wenn sperrige Möbel transportiert werden müssen oder die Zufahrtswege eng sind.

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FAQ

Wann muss ich meinen Wohnsitz ummelden?

In Niedersachsen muss die Anmeldung innerhalb von zwei Wochen nach Bezug der Wohnung erfolgen. In Verden weist das Bürgerbüro zusätzlich auf die einwöchige Pflicht zur Anmeldung gemäß Niedersächsischem Meldegesetz hin.

Welche Unterlagen brauche ich für die Anmeldung?

Sie benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, eventuell Ihr Familienstammbuch und eine Wohnungsgeberbestätigung. Letztere wird vom Vermieter oder Grundstückseigentümer ausgestellt und bestätigt, dass Sie eingezogen sind. Ein Mietvertrag allein reicht nicht aus.

Muss ich auch eine Nebenwohnung anmelden?

Ja. Eine Nebenwohnung muss ebenfalls innerhalb von zwei Wochen nach Bezug angemeldet werden. Verspätete Meldungen können mit Bußgeldern belegt werden.

Wie lange im Voraus sollte ich das Umzugsunternehmen buchen?

Je nach Jahreszeit sollten Sie sechs bis acht Wochen vor dem Umzug Angebote einholen und die gewünschte Firma buchen. In der Ferienzeit oder am Monatsende sind Umzugsunternehmen schnell ausgebucht.

Wann beantrage ich den Nachsendeauftrag bei der Post?

Der Nachsendeauftrag sollte zwei bis drei Wochen vor dem Umzug beauftragt werden. Die Laufzeit beträgt sechs oder zwölf Monate.

Was ist ein Halteverbot und wann beantrage ich es?

Ein Halteverbot (Halteverbotszone) reserviert Parkfläche für den Umzugswagen. Es wird bei der Stadt oder Gemeinde beantragt, meist über einen externen Dienstleister oder das Umzugsunternehmen. Beantragen Sie die Zone drei Wochen vorher, damit die Schilder rechtzeitig aufgestellt werden.

Kann ich meinen Internetvertrag mitnehmen?

In der Regel ja, sofern Ihr Anbieter am neuen Wohnort verfügbar ist. Die Vertragslaufzeit bleibt bestehen, es dürfen keine neuen 24‑Monats‑Verträge entstehen. Liefert der Anbieter die vereinbarte Geschwindigkeit nicht, können Sie außerordentlich kündigen.

Was mache ich mit Kindern am Umzugstag?

Kinder sollten am Umzugstag betreut werden, damit sie den Stress und das Chaos nicht erleben. Organisieren Sie eine Betreuung bei Großeltern, Freunden oder buchen Sie einen Babysitter. Richten Sie ihr Zimmer im neuen Haus als erstes ein, damit sie einen Rückzugsort haben.

Wie gewöhne ich Haustiere an den Umzug?

Bereiten Sie Haustiere mindestens vier Wochen vor dem Umzug vor. Für Katzen bedeutet das, die Transportbox in den Alltag zu integrieren und sie nach dem Umzug einige Wochen im Haus zu lassen. Hunde sollten das neue Viertel bereits vor dem Umzug kennenlernen. Am Umzugstag brauchen Tiere einen ruhigen Ort, frisches Wasser und vertraute Decken.

Welche Versicherungen sollte ich anpassen?

Passen Sie Ihre Hausrat-, Haftpflicht- und Wohngebäudeversicherung an. Prüfen Sie, ob der Schutz während des Umzugs gilt und ob eine Transportversicherung notwendig ist. Wer ein Darlehen über eine Bank finanziert, sollte über eine Restschuldversicherung und eine Risikolebensversicherung nachdenken.

Was kostet ein Umzug?

Die Kosten hängen von der Entfernung, dem Volumen des Hausstandes, dem Aufwand und der Wahl zwischen Eigenleistung oder Umzugsfirma ab. Für Halteverbotsschilder, Nachsendeauftrag (ca. 24–31 € für 6 – 12 Monate), Ummeldegebühren (in der Regel kostenlos, aber verspätete Anmeldungen können Bußgelder nach sich ziehen) und professionelle Möbelpacker sollten Sie entsprechende Budgets einplanen. Ein selbst organisierter Umzug ist günstiger, verlangt aber Zeit und körperlichen Einsatz.

Muss ich den Bauherren-Schutzbrief der Contura Bau GmbH aktivieren?

Contura Bau GmbH bietet als Town‑&‑Country‑Haus‑Partner einen Hausbau‑Schutzbrief sowie Festpreis- und Bauzeitgarantien an. Diese garantieren maximale Sicherheit vor, während und nach dem Bau. Seit 1985 begleitet Contura Bau Familien aus den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden zuverlässig und persönlich. Nach der Hausübergabe steht das Team weiterhin beratend zur Verfügung – beispielsweise bei Fragen zur Einweisung ins Haus, zu Restarbeiten oder zu Gewährleistungsansprüchen. Sprechen Sie Ihren Berater an, wenn Sie Unterstützung in der Umzugsphase benötigen.

Der Einzug ins eigene Haus ist weit mehr als ein Umzug – er markiert den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Wer frühzeitig plant, wichtige Verträge und Ummeldungen rechtzeitig erledigt und auf die Bedürfnisse der ganzen Familie achtet, kann sich entspannt auf den ersten Abend im neuen Zuhause freuen. Contura Bau GmbH begleitet Bauherren nicht nur bis zur Schlüsselübergabe, sondern auch beim Start ins neue Zuhause – damit aus Organisation Vorfreude wird und der Einzug in Ihr Eigenheim zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

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